Mitschreiben in Echtzeit

Liebe User,

der Netzroman verlässt nicht die virtuelle Welt. Vielmehr repliziert er sich und wird von mir in der berühmten stillen Kammer beendet. Seinen Cyber-Body möchte ich euch zur freien Manipulation überlassen. Ein neues Tool erlaubt euch, direkt im Text zu arbeiten und ihn nach Belieben zu verändern, zu verlängern, zu kürzen, zu überschreiben. Das ist mein Geschenk an euch zum Abschluss dieses großartigen Projekts!

Unten findet ihr das gesamte aktuelle Manuskript, das über die Online-Phase des Projekts hinweg entstanden ist, in einem Fenster. Wenn ihr Lust habt, daran weiterzuschreiben, klickt >>hier. Der Link führt euch zu einem Online-Editor, in dem ihr direkt in den Text reinarbeiten könnt. Eure Änderungen oder eure Fortsetzung erscheint nach einer kurzen Verarbeitungsphase dann auf dieser Seite in besagtem Fenster.

Viel Spaß!

Das Fenster wurde am 1. September 2017 geschlossen.

Dank zum Schluss

Liebe User,

der Netzroman verlässt nicht die virtuelle Welt. Vielmehr repliziert er sich und wird von mir in der berühmten stillen Kammer beendet. Seinen Cyber-Body möchte ich euch zur freien Manipulation überlassen. Ein neues Tool erlaubt euch, direkt im Text zu arbeiten und ihn nach Belieben zu verändern, zu verlängern, zu kürzen, zu überschreiben. Das ist mein Geschenk an euch zum Abschluss dieses großartigen Projekts!

Die Zusammenarbeit und der Austausch mit euch hat mich manchmal gefordert und meistens beglückt! Ganz großen Dank, dass ihr dabei ward – einige von euch von Anfang bis Ende! Schönen Dank auch an das Literaturportal Bayern und den Deutschen Literaturfonds, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre, an viele BloggerInnen und JournalistInnen, die dazu beigetragen haben, das Projekt bekannt zu machen.

Herzliche Grüße postet

Euer Thomas Lang

Das Tool wird am Freitag, den 7. Juli, freigeschaltet und voraussichtlich bis September geöffnet bleiben.

To be Frank

von Sophie Stroux

Der Montagmorgen danach begann wie so viele Montagmorgende – zu früh und mit dem Geschmack von Pfefferminzzahnpasta, die auf dem Zahnfleisch brannte. Elle war noch übel, ihr Magen erinnerte sich an die Nacht, die sie nur noch die Nacht nannte, denn das Wort Geburtstag klang so falsch, dass sie lieber so tat, als hätte sie nie Geburtstag gehabt.

Später Sportstunde bei Denner, diesmal mit den Jungs zusammen. 50 Minuten laufen, einfach nur laufen und durchhalten, durchpusten in der ersten warmen Sonne des Jahres. Elle setzte einen Fuß vor den anderen, langsam, bedacht, während die Jungs, Junis und Hell, zu zweit joggten. Der Rest der Klasse in Grüppchen schwatzend auf dem Sportplatz trabend. Wenn sie die beiden sah, wie sie gemütlich redeten, so als wäre nichts gewesen, wurde ihr wieder schlecht und bei jedem Schritt zog sich der Knoten in ihrem Magen enger, wurde der Atmen kürzer und die Gedanken endlos. Also blickte sie stur auf den Boden und wich den beiden aus, betrachtete den roten Boden des Sportplatzes und ihre neonfarbenen Schuhe auf dem dunklen Rot. Die Spitzen ihrer Sportschuhe trugen kleine Löcher über den Zehen, Schaufenster quasi, die sie sich gegraben hatten, um ihr zuzuschauen.

Denner, unnatürlich braungebrannt in seinem Niketop, blickte zur Stoppuhr. „15 geschafft. Vergesst nicht zu trinken, wenn euch schwindelig wird“, schrie er zurück und joggte kurz mit einer Gruppe Mädchen mit, um ein bisschen ins Schwitzen zu kommen. Das sah einfach besser aus, so als Sportlehrer.

Elle lenkte sich ab mit Schuhlöchern zählen und den Löchern Namen geben, aber ihr fiel immer nur ein Name ein. Frank.

Frank heißt auf Englisch offen, ehrlich. To be frank, um ehrlich zu sein. Aber Frank war nicht ehrlich, sonst wäre er nicht zu Elles Party gekommen.

Plötzlich ein Blitz aus dem Grün, Elle zuckte, war wieder in dem Moment der Party, als Junis ihr den Tag des Mannes unter die Nase hielt. „Er heißt übrigens Frank.“

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Ihr seid herzlich eingeladen!

Liebe User,

der Netzroman verlässt nun bald die virtuelle Welt bzw. er repliziert sich und wird von mir in der berühmten stillen Kammer beendet. Seinen Cyber-Körper möchte ich euch zur freien Manipulation überlassen. Bevor es dazu kommt, will ich das Projekt noch der realen Welt vorstellen:

Am 23. Juni, 19.30 Uhr, im Münchener Künstlerhaus am Lenbachplatz lese und diskutiere ich mit Sophie Stroux über Den gefundenen Tod. Sophie ist Autorin und eine Userin (ich weiß aber nicht, welche). Vielleicht haben ja weitere von euch Lust dabei zu sein? Ich würde mich freuen!

An diesem Abend über die Jugend (und die Literatur) performt außerdem die großartige Poetry-Slammerin Fee.

Der Schriftsteller und Mitinitiator des Netzromans Fridolin Schley moderiert.

Den Link zur Veranstaltung findet ihr >> hier.