Die Clique: Dennis Helmar II

Dennis ist 15. Er ist von seiner alten Schule geflogen und an der neuen quasi auf Bewährung. Das scheint ihn nicht besonders zu interessieren. Er ist schräg, nicht sehr schlagfertig, aber nachhaltig in seinen Abneigungen. Es geht das Gerücht um, dass er abgehen musste, weil er mehrere andere Schüler zusammengeschlagen hat. Er selbst redet nie von seiner alten Schule, überhaupt nie von der Schule, und scheint keinen Kontakt zu irgendwelchen Leuten aus seinem früheren Wohnort zu haben. Er bemüht sich an der neuen Schule nicht mehr als an der alten, auch wenn er selbst das vielleicht anders sieht.

Dennis hat einen Hang zu direkter Grausamkeit. Er gibt außerdem vor den anderen damit an, dass er in ein Häuschen des nahen Schrebergartens eingebrochen ist. Er klaut auch den Wodka für Elles Geburtstagsparty.

Dennis tut gern größer, als er ist. Schon bei der ersten Begegnung hat er Elle gefragt, ob sie mit ihm ins Bett geht. Ihre Abfuhr hat er lächelnd weggenickt, jetzt ist es eine Art Spiel zwischen den beiden. Er hat auch eine fürsorgliche Seite, die sich selten zeigt, vielleicht einem jüngeren Geschwister gegenüber.

Er ist nicht besonders groß, ein sehniger Typ, der gern Camouflage-Klamotten trägt.

Dennis lebt im Gewerbegebiet der Stadt. Sein Vater hat eine kleine Fabrik gemietet, weil er viel Platz braucht für seine Steinmetzarbeit. Die Mutter hat irgendeine normale Arbeit. Die Vater-Sohn-Beziehung ist schwierig.

Der altmodische Name Helmar kommt aus einer Familientradition. Die erstgeborenen Männer hießen über Generationen so. Dass seine Eltern den Namen übernommen haben, hat vielleicht damit zu tun, dass er sie an die frühere Heimat erinnert (wie die meisten in der Stadt sind sie Nachfahren von Vertriebenen). Dennis mag es nicht, wenn jemand seinen zweiten Namen sagt. In der Clique ist es anders, da nennen sie ihn „Hell“ – Hölle.

(Diese Fassung wurde vom 24.1. wurde gegenüber der vom 21.1. leicht abgeändert.)

> Zur ersten Version von Dennis Helmar

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