Orte III: Die Schule

Die erste Schule aus den 1950er Jahren ist schnell zu klein geworden. Sie wurde Ende der Sechzigerjahre um einen Neubau erweitert. Sichtbeton, Waschbeton, Fensterbänder – die übliche Architektur dieser Zeit. Bei der nötig gewordenen Sanierung Anfang des Jahrtausends ist der Beton in einem hässlichen grüngelben Ton gestrichen worden. Das Gebäude sticht unangenehm aus der Umgebung hervor.

Über dem zentralen Lichthof wurde eine Abdeckung gebaut, da die Erneuerung der Oberlichter zu teuer geworden wäre. Dadurch herrscht im Innern eine gruftartige Atmosphäre, die auch durch Tageslichtlampen nicht wirklich verändert wird. Das Schulhaus steht etwas von der Straße zurückgesetzt. Sieben oder acht Stufen führen zum Haupteingang, über die morgens und mittags ein paar Hundert Kinder laufen.

Das Schulgelände ist groß, es sollte noch viel mehr gebaut werden, was sich dann nicht realisieren ließ. Der hintere Teil ist durch einen Bauzaun abgetrennt und verwildert. Die Schule hat sich nie mit der Stadt verbunden, die eigentlich um das Gelände hätte weiter wachsen sollen. Sie liegt an einer Straße, die an brachliegenden Grundstücken vorbeiführt und vor einem nie fertiggestellten Kreisverkehr endet.

Nicht weit hinter der Schule liegt der Weiher, eigentlich bloß ein Loch aus der Muna-Zeit, in dem lehmiges Wasser steht. Der Weiher ist nicht tief, stellenweise kann ein Erwachsener stehen. Aber die Ufer sind steil und rutschig, und an einer Stelle, heißt es, soll der Weiher sehr, sehr tief sein und er soll den Eingang zu einem geheimen Stollen aus der Nazizeit verbergen.

Was ist sonst charakteristisch für eine Schule? Wo gehen die Raucher hin? Wo treffen sich die Kids vor oder nach dem Unterricht, hat die Clique einen besonderen Ort, zum Beispiel den (verbotenen) Weiher? Ist der Hausmeister nett oder mürrisch? Gibt es Tischtennisplatten? Was ist mit der Turnhalle und dem Lehrerparkplatz?

Ein Gedanke zu „Orte III: Die Schule“

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    Hanni Fallada says:

    der hausmeister ist voll fies und verkappter altnazi, seine arbeit macht er mit abscheu und wiederwillen die triste umgebung macht ihn übellaunig. er gafft den hübscheren schülerinnren hinterher und versucht sie am mädchenklo beim pisseln zu beobachten, die türen bei den mädchenkloseilweise schließen nicht gescheit. bei den schülern und schülerinnen ist er als alter spanner bekannt.

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