Betses Verlobter Alexander

Alexander ist ein IT-Mann, programmiert zu Elles Leidwesen aber keine coolen Apps oder Games. Vielmehr fährt er bei kleinen und mittelständischen Unternehmen rum, richtet Computer ein und pflegt Netzwerke. Er fährt ein langweiliges Auto und zieht sich langweilig an. Elle hätte für Betse einen ganz anderen Typ ausgesucht.

Aber sie bewundert das Paar, das so glücklich ist und sein Leben miteinander teilen will. Ein Elternpaar hat Elle nie erlebt. Gern möchte sie teil haben, verbringt dann auch mit beiden mal Zeit und fühlt sich ein bisschen wie in einer Familie, findet aber keine klare Rolle. Sie ist nicht Kind, aber genauso wenig auf einer Ebene mit den beiden. Manchmal erlebt sie, wie das Paar sich abschließt und sie draußen bleibt, das sind die blöden Momente.

Wie sieht Alexander Elle und ihre Beziehung zu Betse? Ist er vielleicht manchmal genervt, dass Betse Zeit mit dem Mädchen verbringt? Oder verhält er sich souverän, etwa wie ein großer Cousin? Hat er auch was mit Religion und Weltverbesserung zu tun?

Frage zu den Nachrichten

Liebe User,

die beiden neuesten Posts zu den Nachrichten aus der Provinz (siehe I und II) betreffen kuriose und schlimme Geschichten aus der Provinzstadt Traunreut. Mich würde interessieren, ob Vergleichbares auch woanders passiert. Oder ist Traunreut ein realexistierender Abklatsch von Twin Peaks?

Habt ihr Erfahrungen mit dem Provinzleben?

Ich bin selbst auf dem Land aufgewachsen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass es so viele – sagen wir – merkwürdige Geschichten gegeben hätte. Aber vielleicht habe ich sie vergessen oder damals nicht wahrgenommen. Hat die Häufung von seltsamen Geschichten und extremen Vorkommnissen mit dem Off zu tun, in dem unsere Stadt sich befindet? Oder ist es nur so, dass in einer großen Stadt bzw. Metropolregion ähnliche Dinge ähnlich oft geschehen und lediglich anders (weniger) wahrgenommen werden?

Nachrichten aus der Provinz II

In einem Kraftwerksrechen des Alz-Kanals wird ein Toter gefunden. Es handelt sich um einen 57-jährigen Traunreuter. Dieser ist am Tag nach Neujahr mit dem Auto weggefahren. Das Auto wurde eine Woche später in Trostberg gefunden. Der „als sehr zuverlässig geltende Mann“ wurde von der Polizei gesucht, nachdem er auch an seinem Arbeitsplatz nicht erschienen war (siehe Kreisfeuerwehrverband Traunstein).

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In einer Freitagnacht erhält die Polizei einen Notruf wegen einer „leblosen Person“ auf einem Feldweg. Als eine Streife an den Ort kommt, ist die Rettung schon da. Der „Mitteiler“ sei aus dem Rettungswagen geflohen, heißt es. Aus dem Wald sind Schreie einer weiblichen Person zu hören. Kurz hintereinander werden ein 19-Jähriger und eine bewusstlose 17-Jährige aufgefunden. Beide sind so betrunken, dass sie keine Angaben zum Geschehen machen können. Vermutlich stehen sie auch unter Drogen. Zuletzt wird noch ein „amtsbekannter“ junger Mann gefunden, der ebenfalls bewusstlos im Wald liegt. Auch eine tote Katze findet sich in unmittelbarer Nähe (siehe Chiemgau24.de).

Mehr als zehn Streifen der Polizei, ein Hubschrauber und zwei Feuerwehren mit sieben Fahrzeugen sowie mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes waren durch den Einsatz „gebunden“.

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Ein 23-Jähriger verschwindet aus einem Dorf bei Traunreut. Er ist mit dem Fahrrad in Richtung Stadt gefahren, weiß eine Zeugin. Die Polizei und Rettungsdienste suchen ihn mit Hubschrauber und Hundestaffeln. Sie finden das Fahrrad des Vermissten in dem Waldstück, in dem auch die Leichenschändung passiert ist. Kurz darauf finden sie auch den jungen Mann. Er hat sich offenbar das Leben genommen.

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Freilaufende Hunde reißen mehrere Hühner eines Paars, das in der Nähe der Stadt wohnt. Eines der Opfer saß mit den älteren Leuten sogar am Brotzeittisch. Das Paar, das selbst Hunde besitzt, ist wütend. Die Leute müssten ihre Hunde „unter Kontrolle“ haben, sagt der Mann. „Er appelliert an die Hundehalter, ihre Vierbeiner »kurz« zuhalten oder besser sogar anzuleinen.“ (siehe Traunsteiner Tagblatt)

Nachrichten aus der Provinz I

Beim Googeln sind mir in den letzten Monaten mehr seltsame Geschichten aus Traunreut begegnet. Ein 61-jähriger Rentner wird ermordet, die Leiche erst gefunden, als der Geruch sich im Haus verbreitet. Ein 25-Jähriger, der zeitweise bei dem Opfer wohnt, kommt vor Gericht. Laut Verteidigung habe das Opfer „finanzielle Verpflichtungen“ aus „Liebesdiensten“ gehabt und auch einem Hundezüchter Geld geschuldet (siehe Chiemgau24.de).

Aus beidem ergebe sich ein Tatmotiv für andere Menschen als den 25-Jährigen. Dieser war in einer Psychiatrie untergebracht. Er habe an einer schizophrenen Störung gelitten. Der Mann wird freigesprochen, weil die Tat ihm nicht mit hinlänglicher Sicherheit nachgewiesen werden kann.

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In einer Silvesternacht ist eine 17-Jährige mit ihrer Freundin in der Stadt unterwegs. Ein Mann reißt sie an der Kapuze zu Boden, er versucht ihr Handy zu stehlen und fasst sie zugleich „mehrfach im Intimbereich“ an, schreibt region-muenchen.de.

Die junge Frau wehrt sich und schreit, der Täter flüchtet mit einem weiteren jungen Mann.

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Ein Jäger findet in einem Waldstück etwa zwanzig Cannabispflanzen. Später beobachtet er zwei junge Männer, die eben solche Pflanzen zu einem Auto bringen. Er hält die Männer fest (wie hat er das gemacht, frage ich mich, mit angelegtem Gewehr?) und ruft die Polizei (siehe Deutsches Jagdportal).