Die ältere Freundin: Betse

Betse (Elisabeth) ist schon Ende zwanzig. Sie hat häufig auf Elle aufgepasst, als die noch ein kleines Kind war. Bis heute haben die beiden einen guten Kontakt.

Betse ist ein heller Typ, vielleicht ein bisschen anämisch, nicht sehr groß, dünn, mit einer aufwärts gebogenen Nase. Sie hat studiert und arbeitet im sozialen (oder sogar im kirchlichen?) Bereich. Sie will, dass die Welt besser wird, und glaubt, dass das mit Vernunft machbar sei.

Ich stelle sie mir sehr geordnet vor – ein Leben ohne große sichtbare Krisen, ohne besondere Höhen oder Tiefen – Schule ok bis gut – ein fester Freund oder Verlobter, evtl. Gläubigkeit – rein visuell mit einer gewissen Kargheit umgeben. Dabei setzt sie kleine Akzente mit Schmuck oder Schminke, auch in der Einrichtung. Nichts wirkt da zufällig.

Für Elle ist Betse eine Gegenfigur zu ihrer leicht chaotischen, lebensüberforderten Mutter, sie ist die bevorzugte Ansprechpartnerin bei Konflikten und Problemen. Allerdings gibt es Grenzen des Vertrauens, Elle spürt, dass sie mit den dunklen, abseitigeren Sachen nicht kommen kann.

Betse ist womöglich mit den Vorbereitungen auf ihre Hochzeit beschäftigt und macht das alles ganz konservativ:  Kataloge und Webseiten wälzen, Listen machen, Location wählen, Essen aussuchen, Kleid aussuchen etc. Sie ist mit dem Studium, mit dem Referendariat fertig (Wird sie sogar Anwältin? Da könnte Elle versuchen, aus ihr ein paar juristische Sachen rauszukriegen) – und wir erleben sie so, vielleicht auch mit einem kleinen Schock, weil sie plötzlich Angst um ihren Verlobten hat (Ist er untreu? Liebt er heimlich eine andere?), das stellt sich jedoch als harmlos heraus.

Wie sieht Betse Elle? Sie fühlt eine grundlegende Sympathie, vielleicht sogar Liebe zu dem Mädchen, das sie fast von Anfang an kennt, und teilt Elles Kritik am Leben der Mutter, wenn auch aus einem anderen Blickwinkel (Sie kennt schon „das Leben“ und die Zwänge des Erwachsenseins). Betse würde verleugnen, dass Elle fähig wäre, eine Leiche zu schänden.

Was für ein Typ könnte Betses Verlobter sein? Über was unterhalten sich Elle und Betse? Unternehmen sie manchmal was zusammen? Kennt sie Elles Freunde, und wie findet sie die?

> Zur zweiten Version von Betse

Bitte an die User: ein paar Lehrer

Liebe User,

es macht Spaß, mit eurer Unterstützung Figuren für die Geschichte zu entwerfen. Ich habe bis jetzt einen Lehrer, ein zwei andere könnten gern noch dazu kommen. Etwa ein Schulleiter oder eine Schulleiterin, eine Lehrerin natürlich auch. Welche Lehrer fallen euch so ein, die interessante Figuren wären, die vielleicht besonders nett oder bösartig, vielleicht extrem durchschnittlich sind (waren)? Vielleicht fallen auch einfach ein paar Sachen ein, die ihr selbst erlebt oder mitgekriegt habt.

max_und_moritz_busch_047

Lehrer Lämpel von Wilhelm Busch © Wikimedia Commons

Die Clique III: Valentin

Valentin ist gerade noch 13, mindestens eine Klasse unter den anderen. Vieleicht geht er sogar in eine andere Schule, Real- oder Mittelschule? Über einen Verwandten hat er Zugang zu gecrackten Spielen und Konsolen oder Online-Spielen, die erst ab 18 sind – das muss ich noch recherchieren.

Er wohnt in einem Dorf ein paar Kilometer weiter und kommt meistens mit dem Rad zur Schule. Die Eltern haben Landwirtschaft, sie arbeiten viel und hart. Valentin soll zu Hause immer mithelfen. Zu spielen oder abzuhängen, wird extrem geringgeschätzt. Er darf keine Games. 

Valentin ist ein einfacher und durchschnittlicher Junge, ein Nachzögling mit ein oder zwei wesentlich älteren Geschwistern. Er kommt mit seinen Mitschülern nicht zurecht, aus irgendeinem Grund mögen sie ihn nicht, jedenfalls wird er nie von ihnen nach Hause oder zum Fußball eingeladen. (Manchmal riecht er ein bisschen nach Bauernhof. Ist es das?) Wenn er Leute einlädt, kommen die nicht. Deshalb ist die Clique für ihn extrem wichtig.

Wie steht er zu Elle? Schüchtert die Gegenwart des älteren Mädchens ihn ein oder stärkt der Kontakt sein Selbstvertrauen? Wie kommt er zu der Clique, ist er ein echter Teil von ihr oder wird er eher geduldet? Hat er ältere Geschwister, muss er vielleicht deren Klamotten auftragen?

> Zur zweiten Version von Valentin

Lehrer Denner

Denner unterrichtet Bio und Sport. Er ist ein gutaussehender, trainierter Typ Anfang vierzig, tut in Sport ein bisschen zackig, hat die nötige Autorität, ist im Grunde aber nett oder den Schülern zugewandt. Er läuft gern in Sportklamotten rum, was im Kollegium nicht alle gut finden.

Denner glaubt, dass er bei seinen Schülern durchblickt, wer wie tickt usw. Das macht ihn ein bisschen besserwisserisch. Er erlebt die Tat der Schüler als Mitleidender, beinah verständnisvoll.

Denner mag besonders Elle gern und lässt ihr schon mal was durchgehen. Elle vertraut ihm. Eventuell hat er mit den Schülern auch privat Kontakt. Er glaubt gern, die Schülerinnen seien in ihn verknallt. Die Schüler unken manchmal, er sei schwul. Vielleicht macht er das dann zu einem Diskussionsthema.

Warum mag er gerade Elle? Warum ist er Sportlehrer geworden? Wie könnte der private Kontakt zu den Schülern aussehen?

> Zur zweiten Version von Lehrer Denner

Die Clique II: Dennis Helmar

Dennis ist 15. Er ist von seiner alten Schule geflogen und an der neuen quasi auf Bewährung. Er ist schräg, nicht sehr schlagfertig, aber nachhaltig in seinen Abneigungen. Es geht das Gerücht um, dass er abgehen musste, weil er mehrere andere Schüler zusammengeschlagen hat.

Dennis hat einen Hang zur Grausamkeit, der sich schon anfangs zeigt. Er gibt vor den anderen damit an, dass er in ein Häuschen des nahen Schrebergartens eingebrochen ist. Er klaut auch den Wodka für Elles Geburtstagsparty.

Dennis tut gern größer, als er ist. Schon bei der ersten Begegnung hat er Elle gefragt, ob sie mit ihm ins Bett geht. Ihre Abfuhr hat er lächelnd weggenickt, jetzt ist es eine Art Spiel zwischen den beiden. Er hat auch eine fürsorgliche Seite, die sich selten zeigt, vielleicht einem jüngeren Geschwister gegenüber.

Zu seinem Ärger ist er nicht nur der Jüngste in der Clique, er ist auch nicht besonders groß, ein sehniger Typ, der gern Camouflage-Klamotten trägt.

Dennis lebt im Gewerbegebiet der Stadt. Sein Vater hat eine kleine Fabrik gemietet, weil er viel Platz braucht für seine Bildhauerei. Leider hat er damit keinen Erfolg und arbeitet aushilfsweise für den örtlichen Grabstein-Fabrikanten. Die Mutter hat irgendeine normale Arbeit. Die Vater-Sohn-Beziehung ist schwierig, da Dennis ein seinem künstlerisch begabten Vater entgegengesetztes Talent hat.

Der altmodische Name Helmar kommt aus einer Familientradition. Die erstgeborenen Männer hießen über Generationen so. Dass seine Eltern den Namen übernommen haben, hat vielleicht damit zu tun, dass er sie an die frühere Heimat erinnert (wie die meisten in der Stadt sind sie Nachfahren von Vertriebenen). Dennis mag es nicht, wenn jemand seinen zweiten Namen sagt. In der Clique ist es anders, da nennen sie ihn „Hell“ – Hölle.

Wie ist seine Situation an der neuen Schule, nimmt er das als letzte Chance wahr oder ist es ihm egal? Was ist sein Talent? Übernimmt er die Führung in der Clique? Hat er noch Kontakt mit seinen mit seinen früheren Freunden?

> Zur zweiten Version von Dennis Helmar